Autarkie ist eine Division: nutzbare Wattstunden geteilt durch Tagesverbrauch. Die Rechnung ist simpel, das Ergebnis überrascht trotzdem oft – weil der Kühlschrank mehr zieht als gedacht und die Hälfte der Batterie gar nicht zur Verfügung steht. Trag deine Verbraucher ein, und der Rechner ermittelt Stromverbrauch und Reichweite deiner Batterie – Wohnmobil wie Wohnwagen, die Technik ist dieselbe.
Die Watt-Werte sind Richtwerte. Wenn du dein Gerät kennst, trag den Wert vom Typenschild ein – dann rechnet die Seite mit deinen Zahlen statt mit unseren.
Stunden = tatsächliche Laufzeit des Kompressors, nicht 24. Im Sommer eher 10–12.
Truma Combi zieht je nach Stufe rund 1–5 A. Der Brenner selbst braucht kaum Strom.
Läuft rund um die Uhr und wird deshalb regelmäßig unterschätzt.
Ohne Solarmodul einfach auf 0 lassen. Die Ertragswerte gelten für fest montierte, unverschattete Module in Deutschland – ein Baum über dem Stellplatz halbiert sie.
Tagesverbrauch (Wh) = Σ (Watt × Stunden)
Nutzbar (Wh) = Ah × 12 V × Entladetiefe
Autarkie (Tage) = Nutzbar ÷ (Tagesverbrauch − Solarertrag)
An dieser Rechnung ist nichts geschätzt – sie gilt genau so. Unsicher sind nur die Ausgangswerte: was ein Gerät wirklich zieht, wie lange es läuft, was das Modul an diesem Tag liefert. Deshalb ist im Rechner jeder Wert überschreibbar. Wer sein Typenschild abliest, bekommt sein Ergebnis, nicht unseres.
Für 230-V-Geräte rechnen wir 15 Prozent Verlust im Wechselrichter dazu. Der reale Wirkungsgrad liegt je nach Gerät und Last zwischen 80 und 92 Prozent – und ein Wechselrichter, der eingeschaltet nichts zu tun hat, zieht trotzdem Strom.
Gas und Strom hängen zusammen
In zwei Schritten. Erstens den Tagesverbrauch: Für jeden Verbraucher Leistung in Watt mal Betriebsstunden, alles addiert – das ergibt Wattstunden pro Tag. Zweitens die nutzbare Kapazität: Amperestunden mal 12 Volt, davon der Anteil, den der Batterietyp hergibt. Nutzbare Wattstunden geteilt durch Tagesverbrauch ergibt die Zahl der Tage.
Bei Blei-, AGM- und Gel-Batterien kostet jede Tiefentladung Lebensdauer. Als Auslegungsgrenze gelten üblicherweise 50 Prozent – aus 100 Ah werden also rund 600 nutzbare Wattstunden statt 1.200. LiFePO4 verträgt deutlich mehr, dort rechnet man mit etwa 90 Prozent. Das ist der eigentliche Grund, warum eine 100-Ah-Lithiumbatterie im Alltag fast wie zwei Bleibatterien wirkt.
Faustwert für Deutschland: Ein fest montiertes, unverschattetes Modul liefert im Sommer grob 4 Wattstunden je Wattpeak und Tag, im Frühjahr und Herbst etwa die Hälfte, im Winter oft unter einer. 200 Wp bringen im Sommer also rund 800 Wh – genug für den typischen Tagesbedarf mit Kühlschrank. Im Dezember decken dieselben 200 Wp kaum den Standby-Verbrauch. Wer ganzjährig autark stehen will, kommt um Nachladen per Motor oder Ladegerät nicht herum.
In fast allen Fällen der Kompressorkühlschrank, weil er als Einziger rund um die Uhr arbeitet. Danach kommt das Heizungsgebläse in kalten Nächten. Beleuchtung und Handys fallen kaum ins Gewicht. Unterschätzt wird der Standby-Verbrauch von Bedienteil, Gaswarner und Alarmanlage: vier Watt klingen nach nichts, sind über 24 Stunden aber fast 100 Wattstunden.
Drei übliche Gründe: Die Batterie ist alt – nach fünf Jahren sind 20 Prozent Kapazitätsverlust normal. Es ist kalt – Bleibatterien geben bei Frost deutlich weniger her. Oder ein 230-V-Gerät hängt am Wechselrichter, der selbst rund 15 Prozent frisst und im Leerlauf weiterzieht, auch wenn nichts angeschlossen ist.