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Ersatzteile für Wohnmobil und Wohnwagen – mit Original-Artikelnummer, damit du vor dem Kauf prüfen kannst, ob das Teil passt.

Alle Angaben ohne Gewähr · Typenschild am Gerät prüfen · Gasarbeiten nur durch Fachbetriebe!

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  5. Autarkie

Wie lange hält die Bordbatterie?

Autarkie ist eine Division: nutzbare Wattstunden geteilt durch Tagesverbrauch. Die Rechnung ist simpel, das Ergebnis überrascht trotzdem oft – weil der Kühlschrank mehr zieht als gedacht und die Hälfte der Batterie gar nicht zur Verfügung steht. Trag deine Verbraucher ein, und der Rechner ermittelt Stromverbrauch und Reichweite deiner Batterie – Wohnmobil wie Wohnwagen, die Technik ist dieselbe.

1. Deine Batterie

Batterietyp

Unter 50 % Entladung leidet die Lebensdauer spürbar. Nutzbar gerechnet: 50 % der Nennkapazität.

2. Was zieht Strom

Die Watt-Werte sind Richtwerte. Wenn du dein Gerät kennst, trag den Wert vom Typenschild ein – dann rechnet die Seite mit deinen Zahlen statt mit unseren.

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Stunden = tatsächliche Laufzeit des Kompressors, nicht 24. Im Sommer eher 10–12.

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Truma Combi zieht je nach Stufe rund 1–5 A. Der Brenner selbst braucht kaum Strom.

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Läuft rund um die Uhr und wird deshalb regelmäßig unterschätzt.

3. Solar (optional)

Ohne Solarmodul einfach auf 0 lassen. Die Ertragswerte gelten für fest montierte, unverschattete Module in Deutschland – ein Baum über dem Stellplatz halbiert sie.

Jahreszeit

Ergebnis

Autarkie ohne Nachladen

16 Stunden

Tagesverbrauch
916 Wh · 76 Ah
Batterie nutzbar
600 Wh
davon Nennkapazität
1200 Wh

Wo der Strom hingeht

Kühlschrank (Kompressor)
405 Wh
Heizungsgebläse
280 Wh
Standby (Bedienteil, Alarm, Gaswarner)
96 Wh
LED-Beleuchtung
72 Wh
Handy & Tablet laden
45 Wh
Wasserpumpe
18 Wh

Was die Zahl nicht weiß

Kälte kostet Bleibatterien spürbar Kapazität, und eine alte Batterie hat nie mehr ihre Nennkapazität – bei fünf Jahren sind 20 % Verlust normal. Rechne das Ergebnis deshalb nicht bis auf die letzte Stunde aus, sondern nimm es als Größenordnung.

Stromverbrauch im Wohnmobil berechnen – die Rechnung dahinter

Tagesverbrauch (Wh) = Σ (Watt × Stunden)

Nutzbar (Wh) = Ah × 12 V × Entladetiefe

Autarkie (Tage) = Nutzbar ÷ (Tagesverbrauch − Solarertrag)

An dieser Rechnung ist nichts geschätzt – sie gilt genau so. Unsicher sind nur die Ausgangswerte: was ein Gerät wirklich zieht, wie lange es läuft, was das Modul an diesem Tag liefert. Deshalb ist im Rechner jeder Wert überschreibbar. Wer sein Typenschild abliest, bekommt sein Ergebnis, nicht unseres.

Für 230-V-Geräte rechnen wir 15 Prozent Verlust im Wechselrichter dazu. Der reale Wirkungsgrad liegt je nach Gerät und Last zwischen 80 und 92 Prozent – und ein Wechselrichter, der eingeschaltet nichts zu tun hat, zieht trotzdem Strom.

Was am meisten bringt

  • Den Kühlschrank ansehen, nicht die Lampen. Ein Kompressorkühlschrank läuft je nach Außentemperatur 8 bis 12 Stunden am Tag und macht damit meist die Hälfte des gesamten Verbrauchs aus. LED-Licht spart dagegen Wattstunden im einstelligen Bereich.
  • Standby ernst nehmen. Bedienteil, Gaswarner, Alarmanlage und Radio-Speicher ziehen zusammen oft 3 bis 6 Watt – rund um die Uhr. Das sind über 100 Wattstunden am Tag, bevor irgendjemand etwas eingeschaltet hat.
  • Lithium verdoppelt nicht die Kapazität, sondern die nutzbare. 100 Ah Blei geben rund 600 Wh her, 100 Ah LiFePO4 rund 1.080 Wh. Der Unterschied liegt fast vollständig in der zulässigen Entladetiefe.
  • Im Winter rettet Solar nichts. Bei kurzen Tagen, flachem Sonnenstand und feuchter Luft liefert ein Dachmodul einen Bruchteil des Sommerwerts – ausgerechnet dann, wenn das Heizungsgebläse am meisten zieht.

Gas und Strom hängen zusammen

Die Heizung verbraucht beides: Gas für die Wärme, Strom fürs Gebläse. Wie lange die Gasflaschen reichen, rechnet der Gasverbrauchs-Rechner mit den Verbrauchswerten der tatsächlich verbauten Heizung aus.

Häufige Fragen

Wie berechne ich, wie lange meine Wohnmobil-Batterie hält?

In zwei Schritten. Erstens den Tagesverbrauch: Für jeden Verbraucher Leistung in Watt mal Betriebsstunden, alles addiert – das ergibt Wattstunden pro Tag. Zweitens die nutzbare Kapazität: Amperestunden mal 12 Volt, davon der Anteil, den der Batterietyp hergibt. Nutzbare Wattstunden geteilt durch Tagesverbrauch ergibt die Zahl der Tage.

Warum kann ich eine 100-Ah-Batterie nicht komplett leeren?

Bei Blei-, AGM- und Gel-Batterien kostet jede Tiefentladung Lebensdauer. Als Auslegungsgrenze gelten üblicherweise 50 Prozent – aus 100 Ah werden also rund 600 nutzbare Wattstunden statt 1.200. LiFePO4 verträgt deutlich mehr, dort rechnet man mit etwa 90 Prozent. Das ist der eigentliche Grund, warum eine 100-Ah-Lithiumbatterie im Alltag fast wie zwei Bleibatterien wirkt.

Wie viel Solar brauche ich fürs Wohnmobil?

Faustwert für Deutschland: Ein fest montiertes, unverschattetes Modul liefert im Sommer grob 4 Wattstunden je Wattpeak und Tag, im Frühjahr und Herbst etwa die Hälfte, im Winter oft unter einer. 200 Wp bringen im Sommer also rund 800 Wh – genug für den typischen Tagesbedarf mit Kühlschrank. Im Dezember decken dieselben 200 Wp kaum den Standby-Verbrauch. Wer ganzjährig autark stehen will, kommt um Nachladen per Motor oder Ladegerät nicht herum.

Was verbraucht im Wohnmobil am meisten Strom?

In fast allen Fällen der Kompressorkühlschrank, weil er als Einziger rund um die Uhr arbeitet. Danach kommt das Heizungsgebläse in kalten Nächten. Beleuchtung und Handys fallen kaum ins Gewicht. Unterschätzt wird der Standby-Verbrauch von Bedienteil, Gaswarner und Alarmanlage: vier Watt klingen nach nichts, sind über 24 Stunden aber fast 100 Wattstunden.

Warum reicht meine Batterie weniger lange als berechnet?

Drei übliche Gründe: Die Batterie ist alt – nach fünf Jahren sind 20 Prozent Kapazitätsverlust normal. Es ist kalt – Bleibatterien geben bei Frost deutlich weniger her. Oder ein 230-V-Gerät hängt am Wechselrichter, der selbst rund 15 Prozent frisst und im Leerlauf weiterzieht, auch wenn nichts angeschlossen ist.

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